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PlatzPanorama quadratgrau
Mond
Logoklein

Bericht

Wie all die Jahre zuvor sind wir auch in diesem Sommer wieder nach Hvide Sande in Dänemark gefahren. Die Fahrt war vom 19. Juli bis 31. Juli. Mit dabei waren: Stephan, Ina, Caren, Christa, Maike, Michel, Timo, Flo und Jule, unser Hund.
 

19. Juli

Heute geht es nach Hvide Sande, lange geplant, viel vorbereitet, gespannt wie es wird, obwohl wir schon ca. 20 Jahre mit kleinen Unterbrechungen dorthin fahren.

Wir stehen zeitig auf und sind tatsächlich um 11.00 bzw. 12.00 Uhr fertig. Stephan und Herr Böttcher fahren um 11.30 Uhr los. Ich mit zwei Kindern gegen 12.00 Uhr. Das Wetter ist gut, sehr warm, in Dänemark sogar ein fast wolkenloser Himmel.

Auf der AB Kolding/Esbjerg holen wir die anderen ein. Wir fahren nun zu dritt im Treck. Ein schönes Gefühl, in einer so großen Gruppe (8 Leute) zu fahren, aufeinander zu achten, um die Geschwindigkeit einzuhalten, den Weg zu finden, gemeinsam zu pausieren. Ich liebe diese Fahrten, denn sie geben das Gefühl von Gemeinsamkeit.

Gegen 15.30 Uhr kommen wir gemeinsam an. Wir packen sofort alle an, um ein Vorzelt und 4 Zelte aufzubauen. Herr Böttcher hilft noch ca. 1 Stunde mit, dann lassen wir ihn fahren. Stephan baut mit Timo weiter auf. Maike pumpt Matratzen auf, Flo teilweise auch. Ich räume den großen Wohnwagen auf und richte das Vorzelt ein. Es läuft Hand in Hand, jeder hilft dem anderen.

Caren macht dann Abendbrot. Dabei merken wir, dass Flo die Frikadellen aus dem Kühlschrank vergessen hat. Maike hatte alles noch einmal kontrolliert und auch nichts bemerkt. Wir improvisieren, und es geht auch. Wir haben uns vorgenommen, dass niemand über den anderen meckert. Es klappt!
 

Leuchtturm1
Gruppe

20. Juli

ZeltAnlage

Der Himmel strahlt, wir ebenso, nach einem ausgiebigen Frühstück erledigen wir die letzten Arbeiten, Zelte noch besser ausrichten, Schirme aufspannen, letzte Dinge verstauen. Alles findet seinen Platz. Es ist für mich immer wieder spannend anzusehen, wie sich aus einem Chaos eine Ordnung schon nach 1 – 2 Tagen ergibt. Mir gefällt es, wie sich die Dinge allmählich ganz sinnvoll ordnen. Wie jedes Jahr.

Einmal im Jahr aus seiner Sesshaftigkeit herauszugehen, ist für mich immer wieder ein Erlebnis, auf das ich noch lange nicht verzichten möchte. Das Improvisieren, neu Überlegen, selbst Reparieren, das alles macht einfach Spaß!

Am Nachmittag fahren wir nach Hvide Sande, vertraut und doch wieder neu. Wir schauen in die Geschäfte, einiges wird gekauft.
 

Hupfen

21. Juli

Zunächst war der Himmel etwas bedeckt, doch dann strahlte uns die Sonne an. Wir frühstückten bis 11.00 Uhr, spielten dann, brachten noch einiges in Ordnung, z. B. Wasser. Nun läuft es wieder in beiden Wohnwagen. Ein Halter vom Vorzeltdach musste erneuert werden. Dann fuhren wir nach Ringkøbing. Dort spielten zwei Südamerikaner auf einer Panflöte und einem Rhythmusinstrument so schöne Musik, dass wir stehen blieben und zuhörten. Am Rand des Platzes saßen oder standen Menschen mit einem Eis in der Hand oder vor Schaufenstern. Über dem Platz lag eine so friedliche, fast südlich anmutende Stimmung , dass man fast vergaß, dass man an Dänemarks Nordseeküste war.

Wir schauten uns viele Läden an, besonders einen, der so schöne asiatische Sachen hatte, Schmuck, Kleidung und wohlriechende Tees.
 

Leuchtturm2

22. Juli

Heute hat Stephan endlich den Fernseher in Gang gebracht. Das Ausrichten der Antenne machte große Probleme, weil wir nur einen digitalen Receiver mit hatten. Wir haben einen analogen ausgeliehen, alles eingestellt und dann klappte es auch mit dem digitalen. Die Technik ist eben verzwickt.

Am Nachmittag sind wir bei gutem Wetter und Wärme am Fjord eine Stunde gewandert. Danach gab es für alle ein Eis. Stephan und Christa aßen ihre ersten Pommes. In Søndervig waren die Straßen voller Menschen. Überall saßen und aßen sie oder schauten die Läden an. Gewimmel und Stimmung wie im Süden.
 

23. Juli

Flieger5

Heute wurden wir durch Sonnenschein geweckt. Wir standen so gegen 9.30 Uhr auf. Im Laufe des Tages bezieht sich der Himmel immer dichter. Am Nachmittag hat es dann sogar etwas geregnet. Deshalb beschlossen wir ins Flugzeugmuseum auf der anderen Seite des Fjords zu fahren. Eineinhalb Stunden haben wir alle Flugzeuge bestaunt. In einige durfte man auch hineingehen. Alle Flugzeuge können noch geflogen werden. Es werden dazu Flugtage veranstaltet.

Als wir nach Hause kamen, ging fast alles schief. Michel wollte uns zeigen, dass er doch noch "einiges" kann, Timo ebenso. Es ging unser Schrankenschlüssel verloren; Kostenpunkt 140 DKr. Und Michel war dann noch nass bis zum Stehkragen, sodass am Sonnabend große Wäsche anstand, leider hatten wir kein Waschpulver.
 

Flieger1

24. Juli

Heute strahlte die Sonne den ganzen Tag. So verflogen auch bei uns die letzten "grauen" Wolken. Die Schlafsäcke von Michel wurden gewaschen und trockneten im Nu durch Wind und Sonne. Flo kaufte einen neuen Schrankenschlüssel. So aßen wir zeitig Mittag und machten dann einen längeren Strandspaziergang. Eine leichte Brandung mit salzigem Sprühregen, blauem Himmel, warmem Wind und gutgelaunten Kindern machte den Spaziergang am Meer zu einem Vergnügen.

Selbst Jule freute sich über die gewonnene Freiheit, sonst liegt oder läuft sie leider immer an einer Wäscheleine, die sich ständig an den Heringen verheddert. Ein Eis am Leuchtturm war der Höhepunkt. Für mich gab’s sogar aus "ökologischem Anbau". Abends ging Stephan noch angeln.
 

NordseeAngeln

25. Juli

Wir sind heute nach Ringkøbing gefahren, weil dort ein Fest mit Musik und Jahrmarkt stattfinden sollte. Leider fanden wir den Platz nicht oder haben das Plakat falsch verstanden. So entschlossen wir uns zu einem Gang durch die Altstadt und an den Hafen. Dabei gefielen uns die kleinen Fischerhütten am Hafen, in denen die Fischer ihre Geräte aufbewahren, besonders gut. Vor einer Hütte hing eine Leine mit Fisch, der dort trocknete.
 

26. Juli

Heute haben wir einen kleinen Trödelmarkt – am Hafen – von Hvide Sande besucht. Daneben ist eine kleine Pizzeria, in der sich jeder eine Pizza bestellen durfte, die wir dann "zu Hause" aßen.
 

27. Juli

Am Nachmittag fuhren wir nach Kloster, um uns ein Geschäft anzusehen, in dem Kerzen und viele andere schöne Dinge verkauft wurden. Nebenan war eine Galerie mit Bildern, Karten, T-Shirts usw. von Bo Bendixen, echt gut!
 

28. Juli

WikingerSchiff

Heute sind wir zum Borker Wikingerhafen gefahren. Das liegt in der Nähe von Nymindegab, also ca. 30 km südlich von Hvide Sande. Dort konnten wir sehen, wie die Wikinger früher gelebt haben, deren Häuser und Handwerke. Die Menschen heute leben dort eine zeitlang wie die Wikinger, kleiden sich so, essen so und zeigen die Versorgung der Menschen von damals.

Wir konnten dem Schmied, der Weberin, dem Schiffsbauer zusehen. Man konnte Stockbrot über dem Feuer garen und mit einem Wikingerboot auf dem Fjord segeln. Uns gefielen besonders die Fahnen der Wikinger gut. Auf ihren Schiffen hatten sie kleine Zelte zum Schutz. Mit Steinen haben sie die Schiffe vor dem Kentern gesichert, sogar Schafe und Pferde haben sie in ihren Schiffen transportiert.
 

vorZelt

29. Juli

Jetzt wird es hier richtig warm. Wir fahren zur Bundsbækmühle und zum Eisenzeitdorf. Während der Sommerferien leben hier zwei Familien, so wie es die Menschen in der Eisenzeit taten. Es war sehr interessant für uns zu sehen, wie die Häuser in der Eisenzeit aussahen. Auch hier konnten wir dem Schmied zusehen, der Weberin an einem senkrechten Webstuhl. Geflochtene Weidenzäune umgaben den Hühnerauslauf. Einen Eisenzeitofen, in dem das Eisen geschmolzen wurde, haben wir uns auch angesehen. Das Leben früher war ganz schön beschwerlich und auch gefährlich!
 

vorMuseum

30. Juli

Kubb

Wir können es vor Hitze kaum aushalten, deshalb bleiben wir heute auf dem Campingplatz. Ina fährt baden. Uns ist es selbst dazu zu heiß. Wir sitzen unter unseren Schirmen, spielen, lesen oder dösen im Zelt. Jule liegt eng am Vorzelt im Schatten, im leisen Windzug.

Wir essen die Vorräte auf. Etwas ist natürlich noch nachgeblieben. Außerdem spielen wir das Wikingerspiel "Kubb", das Stephan sich gekauft hat. Es soll ein Vorläufer vom Schachspiel sein. Es wird aber draußen auf einem Feld gespielt, mit Stöcken und Klötzen werfen zwei Mannschaften. Es ist ein Spiel, das viel Spaß macht.

Abends sind wir dann Pizza essen gegangen, in Søndervig, nicht wie sonst im "La Barka".
 

Abschlussessen

31. Juli

Nun ist die Zeit in Hvide Sande zu Ende, schade! Es war schön, aber nicht so schön wie im letzten Jahr. Das lag zum einen sicher an der Kindergruppe, aber auch an der Erwachsenengruppe. "Zicken" und sonstige Ärgereien einiger Kinder sind mit einer so offenen Arbeit schwer zu vereinbaren. Wir wollten den Großen ja "Freiheit" vom Alltag geben, das ist aber nicht immer machbar. Sie haben schon zu Hause mit den kleinen "Nervern" zu tun.

Wir Erwachsenen müssen uns vor solchen Fahrten noch genauer absprechen. Über Einkaufslisten, wie Essen eingepackt wird! Dass nichts von den Listen fehlen darf, dass die Campingeinpackliste durchgesehen wird. Da darf auch nichts fehlen. Die Autos, Wohnwagen, Anhänger müssen vorher durchgesehen und sauber gemacht werden, wurde schon im letzten Jahr gesagt.

So eine Fahrt erfordert Teamwork und verbindet in hohem Maße.
Christa Sauer-Röh
 

SR




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